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Die Führungskraft 4.0: Wie sie tickt und was sie ausmacht

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Wer als Führungskraft heute und in Zukunft erfolgreich sein will, darf sich den digitalen Entwicklungen nicht verschließen. Das heißt nicht, dass Manager zu IT’ler mutieren müssen. Gefragt ist vielmehr eine neue Art des Führens, die auf Eigenverantwortung der Mitarbeiter setzt.

Digitale Transformation, Industrie 4.0, disruptiver Wandel, … Sie können das nicht mehr hören? Angesichts des geradezu inflationären Gebrauchs der Begriffe verständlich, doch fest steht: Nicht nur IT’ler, sondern auch Sie als Führungskraft müssen sich mit digitaler Transformation & Co. auseinandersetzen. Es handelt sich nämlich um mehr als Buzzwords, die Digitalisierung ändert die Anforderungen an Führung fundamental: Autoritäre Chefs, hierarchisches Denken, Kontrolle als Führungsstil – all das hat ausgedient. Denn die klassische Linienorganisation mit einer auf Hierarchien basierenden Führungskultur ist nicht in der Lage, auf die heutigen Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren. Neue Geschäftsmodelle sind gefragt, und die Entscheidungsprozesse von hierarchisch aufgestellten Organisationen sind schlicht zu langwierig, um diesen gerecht zu werden. Die Unternehmen setzen daher mehr und mehr auf projektbasiertes Arbeiten, bei dem Vorgaben und Kontrollen keine Rolle mehr spielen.

Als Führungskraft sind Sie somit gefordert, ihr Führungshandeln zu überprüfen und neu auszurichten. Führung 4.0 ist gefragt. Doch was hat es damit konkret auf sich? Was macht eine erfolgreiche Führungskraft heute und in Zukunft aus? Welche Rolle muss sie einnehmen? Und welche Kompetenzen sind hierfür wichtig?

 

Herrschaftswissen ist nicht mehr gefragt

Es geht nicht vorrangig um IT- und Technikkompetenz, um als Führungskraft im disruptiven Wandel erfolgreich zu sein. Aber: Die Führungskraft sollte neuen Technologien, Social Media und neuen Geschäftsmodellen auf jeden Fall offen gegenüberstehen. Eine gewisse Medienkompetenz ist außerdem unabdingbar. Dies schon alleine deshalb, weil viele Mitarbeiter heute sogenannte Digital Natives sind: Sie gehören neuen Generationen an, die mit Computer und Internet aufgewachsen sind. Für die Generationen Y und Z – die zwischen 1980 und 2010 Geborenen – ist es ganz selbstverständlich, über soziale Netzwerke wie Xing, LinkedIn, Facebook und Instagram zu kommunizieren sowie digitale Tools für die Arbeit zu nutzen. Ein Chef, der dies nicht unterstützt und sich der Nutzung neuer Technologien verweigert, ist für sie nicht akzeptabel.

Hinzu kommt: Die Informationen und das kollektive Wissen, das sich die Digital Natives über ihre unternehmensübergreifenden Netzwerke verschaffen, spielt für sie eine größere Rolle als Herrschaftswissen. Sie sind es gewohnt, Wissen zu teilen, sei es dezentral oder virtuell in Netzwerken. Die Rolle der Führungskraft ändert sich damit grundlegend, was den Umgang mit Wissen anbelangt: Hat sie früher noch bestimmt, was richtig und falsch ist, muss sie heute akzeptieren, dass Andere – eben auch ihre Mitarbeiter – mitunter mehr wissen, als sie selbst. Die Führungskraft 4.0 beharrt also nicht auf ihrem Wissen. Sie agiert auf Augenhöhe, lässt sich gerne belehren und ist außerdem gewillt, ständig dazuzulernen. Darüber hinaus hinterfragt sie ihre eigenen Anschauungen, ist für Feedback aufgeschlossen und bittet aktiv um Gegenmeinungen.

 

Die Führungskraft 4.0 ist agil

Die Führungskraft 4.0 vertritt somit die Prinzipien des agilen Arbeitens und arbeitet auch selbst agil. Dies muss sie auch, denn agiles Arbeiten gilt im hiesigen Zeitalter von New Work und des stetigen Wandels als zukunftsweisend. Was aber hat es mit der vielfach gepriesenen Agilität genau auf sich? Kurz und knapp: Um im Change mithalten zu können, brauchen die Unternehmen Manager, die flexibel agieren sowie zu vielfachem Umdenken und zur ständigen Neuausrichtung bereit sind. Agile Führungskräfte reagieren auf die Veränderungen ihrer Umwelt, sie haben die Fähigkeit, sich den sich zeigenden Bedingungen schnell anzupassen, halten nicht an Ideen fest, die sich im Arbeitsprozess als nicht optimal erweisen. Dabei verlieren Sie jedoch niemals das große Ganze aus den Augen. Letztlich sind sie getrieben von einer Vision, nicht von einem detaillierten Plan, der unbedingt eingehalten werden muss.

Auf dem Weg zu agilen und flexiblen Arbeitsweisen im Unternehmen ist es die wahrscheinlich wichtigste Aufgabe der Führungskraft, ihr Team mitzunehmen. Sie sorgt dafür, dass auch ihre Mitarbeiter agil arbeiten können. Das gelingt ihr, indem sie die Selbstverantwortung ihrer Teammitglieder stärkt – und dies ganz ohne Druck, vielmehr durch Inspiration, Ermutigung und Befähigung. Das heißt: Die Führungskraft 4.0 ordnet nicht an und kontrolliert auch nicht. Sie versteht sich quasi als Coach ihrer Mitarbeiter. Statt zu sagen, wie etwas gemacht werden sollte oder Ratschläge zu geben, ermutigt und motiviert sie diese dazu, selbst nachzudenken und eigene Lösungen zu entwickeln. Jemand, der mit einem Problem und der Frage, was er nun tun soll, zu ihr kommt, wird sie in der Regel die Gegenfrage stellen: „Was schlägst Du vor?“ Damit fordert sie ihre Mitarbeiter, lässt sie aber auch nicht alleine. Denn es gilt: Wer heute als Führungskraft erfolgreich sein will, gibt immer die Richtung vor und setzt einen Rahmen, innerhalb dessen die Mitarbeiter ausreichend Entscheidungsfreiraum haben und eigenverantwortlich arbeiten können.

 

Soziale Kompetenz für einen vertrauensvollen Umgang

Je instabiler das Arbeitsumfeld ist – und das ist vor dem Hintergrund der digitalen Transformation immer häufiger der Fall –, umso stärker sehnen sich Mitarbeiter nach Orientierung und Sicherheit. Die Führungskraft kann ihren Teammitgliedern aber letztlich nur dann Halt bieten, wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen ihnen herrscht. Die Fähigkeit, Vertrauen zu erwecken und einen vertrauensvollen Umgang zu pflegen, ist somit ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor für die Führungskraft im disruptiven Wandel. Es geht darum, einen direkten Draht zum Mitarbeiter herzustellen. Vertrauen Sie als Führungskraft darauf, dass Ihre Mitarbeiter selbstverantwortlich arbeiten können und wollen, haben Sie schon viel gewonnen.

Doch Vertrauen und Wertschätzung können freilich nicht einfach so erlernt werden. Vielmehr ist die richtige Haltung ausschlaggebend. Es ist Ihre Aufgabe als Führungskraft, sich dies ins Bewusstsein zu rufen: Machen Sie sich regelmäßig bewusst, wie wichtig ein mitarbeiterorientierter Führungsstil ist, der von Fürsorge und Wertschätzung geprägt ist. Ganz automatisch wird dies Ihre Aufmerksamkeit auf die weichen Faktoren in der Führung lenken: auf soziale Kompetenz und auf empathisches Verhalten. Beides wird in Zeiten des stetigen Wandels immer wichtiger in Sachen Leadership.

 

Selbstmarketing und Networking sind unerlässlich

Darüber hinaus kommt es für Führungskräfte heute und in Zukunft auch immer mehr auf professionelles Selbstmarketing und Branding an. Und auch das hat mit Vertrauensgewinn zu tun. Denn wer zu einer unverwechselbaren Marke werden will, muss Position beziehen, sich seiner Werte, Überzeugungen und Stärken bewusst sein und diese kommunizieren. Nur jene Vorgesetzten, die zu ihren Werten stehen und somit authentisch sind, gewinnen letztlich auch das Vertrauen ihrer Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden. Ferner führt gutes Selbstmanagement zum Ziel. Hier gilt die Regel: Wer sich selbst gut führen kann und achtsam mit sich umgeht, kann auch andere gut führen.

 

Zunehmend wichtig zudem: Netzwerken. Das heißt nicht nur, über soziale Netzwerke wie Facebook, LinkedIn oder Xing mit vielen Menschen in Verbindung zu treten. Erfolgsentscheidend sind vor allem auch die Kontakte, die Führungskräfte offline pflegen. Klar können Beziehungen online geknüpft werden, Vertrauen setzt jedoch persönliche Begegnungen voraus. Professionelles Netzwerken erfordert das Beste aus beiden Welten. Welche ungeschriebenen Regeln es dabei gibt, wie Kontakte angebahnt und gepflegt werden, lässt sich erlernen – wie vieles andere auch im Zusammenhang mit agilem Führen. Unterstützung finden Sie in den Trainings- und Coaching-Angeboten der PROAKTIV Management AG.

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Die PROAKTIV Management AG ist auf firmeninterne und offene Trainings in den Bereichen Führung, Vertrieb und Kommunikation spezialisiert. Ein zertifiziertes Blended Learning Konzept (Präsenztraining und E-Learning) mit interaktiven Wissensbausteinen der selbstentwickelten Lernplattform unterstützt die Teilnehmer in den Führungs- und Verkaufsausbildungen. PROAKTIV trainiert international bei marktführenden Unternehmen aus Handel, Industrie und Dienstleistung und ist neben München und Köln auch in Hong Kong vertreten.